Eine Schriftstellerin zum Anfassen
Niddaer Gymnasiasten verbringen einen Tag mit der Autorin Uschi Flacke

Einmal die Autorin der Deutschlektüre ausfragen zu können: dieser Wunsch ist am 17. Januar für die 8d vom Gymnasium Nidda Wirklichkeit geworden. In Gelnhausen, einem großen Schauplatz in Uschi Flackes Roman „Hannah und der Schwarzkünstler Faust“, hatten sie zusammen mit ihrer Lehrerin Vanessa Dippel einen ganzen Vormittag Zeit, all die Fragen zu diskutieren, die der Unterricht aufgeworfen hatte. Außerdem führte die bekannte Schriftstellerin und Kabarettistin exklusiv für die Klasse ihr Historical „Auf den Spuren des Dr. Faust auf“, das nicht zuletzt auf den Bad Hersfelder Festspielen die Zuschauer in seinen Bann zog.
Die Welt des historischen Querdenkers hatte offensichtlich den Nerv der Schüler getroffen. Im Workshop zeigte sich, dass Jungen und Mädchen gleichermaßen von der mysteriösen Gestalt des historischen Magiers Johann Faust fasziniert waren. „Die Klasse hat sogar Forschungsliteratur gewälzt, um die wenigen Dokumente, die es über den Renaissance-Menschen gibt, auszuwerten“, so Lehrerin Vanessa Dippel. Das zeigten auch die Diskussionen mit der Autorin, die wirklich ins Detail gingen. „Haben Sie für das Mädchen bewusst den biblischen Namen Hannah ausgewählt?“, fragte Maria Hofmann und Pia Kütemeyer wollte wissen, ob Uschi Flacke auch vermute, dass Fausts Tod vielleicht ein Mord gewesen sei.

Aber ebenso viele Fragen hatten die Schüler zu Uschi Flackes Beruf und Arbeitsweise. Maren Scholz, die selbst gerne Geschichten schreibt, staunte nicht schlecht über die langen Reisen, die Flacke für ihre Recherchen macht. Jeden Schritt von der Idee bis zum fertigen Roman beschrieb die Schriftstellerin mit so viel Begeisterung, dass die Schüler tief in die Welt der Bücher eintauchten. Freimütig beantwortete sie auch private Fragen. „Konnten Sie schon in der Schule gut schreiben?“, brannte es Robin Mickel unter den Nägeln. Geschichten habe sie schon immer gerne verfasst, ob die Lehrer die mochten, war ganz verschieden. Dass sie Schriftstellerin werden möchte, sei ihr aber erst sehr viel später klar geworden. Uschi Flacke hat sich immer wieder selbst ausprobiert und viele Berufe durchlaufen, war Model, Sängerin, wirkte beim Fernsehen vor und hinter der Kamera. „Ich habe immer versucht, mir selbst treu zu bleiben und das zu tun, was mir mein Bauchgefühl sagte“. Diese Botschaft nahmen die Schüler gerne mit: Erfolg habe man nur, wenn man auf sein Herz höre. Die Meinung von Lehrern und Eltern seien da erstmal nicht so wichtig.
Höhepunkt und krönender Abschluss war schließlich die Aufführung von Uschi Flackes Historical, denn eine Autorin mit so vielen Talenten gibt sich natürlich nicht mit einer einfachen Lesung zufrieden: Sie sang, spielte, schrie ihren Text, gespickt mit Diskussionen historischer Persönlichkeiten und satirischen Kommentaren. „Wir kannten das Buch ja sehr gut, aber so waren die Szenen noch einmal ganz neu für uns. Ihre Singstimme war einfach toll“, staunte Sina-Aline Schmidt nach der Aufführung. Und wirklich waren am Ende auch die hinzugekommenen Eltern der festen Überzeugung: Ein klein wenig versteht sich auch Uschi Flacke auf die Kunst der Zauberei.
vd

Einmal die Autorin der Deutschlektüre ausfragen zu können: dieser Wunsch ist am 17. Januar für die 8d vom Gymnasium Nidda Wirklichkeit geworden. In Gelnhausen, einem großen Schauplatz in Uschi Flackes Roman „Hannah und der Schwarzkünstler Faust“, hatten sie zusammen mit ihrer Lehrerin Vanessa Dippel einen ganzen Vormittag Zeit, all die Fragen zu diskutieren, die der Unterricht aufgeworfen hatte. Außerdem führte die bekannte Schriftstellerin und Kabarettistin exklusiv für die Klasse ihr Historical „Auf den Spuren des Dr. Faust auf“, das nicht zuletzt auf den Bad Hersfelder Festspielen die Zuschauer in seinen Bann zog.
Die Welt des historischen Querdenkers hatte offensichtlich den Nerv der Schüler getroffen. Im Workshop zeigte sich, dass Jungen und Mädchen gleichermaßen von der mysteriösen Gestalt des historischen Magiers Johann Faust fasziniert waren. „Die Klasse hat sogar Forschungsliteratur gewälzt, um die wenigen Dokumente, die es über den Renaissance-Menschen gibt, auszuwerten“, so Lehrerin Vanessa Dippel. Das zeigten auch die Diskussionen mit der Autorin, die wirklich ins Detail gingen. „Haben Sie für das Mädchen bewusst den biblischen Namen Hannah ausgewählt?“, fragte Maria Hofmann und Pia Kütemeyer wollte wissen, ob Uschi Flacke auch vermute, dass Fausts Tod vielleicht ein Mord gewesen sei.

Aber ebenso viele Fragen hatten die Schüler zu Uschi Flackes Beruf und Arbeitsweise. Maren Scholz, die selbst gerne Geschichten schreibt, staunte nicht schlecht über die langen Reisen, die Flacke für ihre Recherchen macht. Jeden Schritt von der Idee bis zum fertigen Roman beschrieb die Schriftstellerin mit so viel Begeisterung, dass die Schüler tief in die Welt der Bücher eintauchten. Freimütig beantwortete sie auch private Fragen. „Konnten Sie schon in der Schule gut schreiben?“, brannte es Robin Mickel unter den Nägeln. Geschichten habe sie schon immer gerne verfasst, ob die Lehrer die mochten, war ganz verschieden. Dass sie Schriftstellerin werden möchte, sei ihr aber erst sehr viel später klar geworden. Uschi Flacke hat sich immer wieder selbst ausprobiert und viele Berufe durchlaufen, war Model, Sängerin, wirkte beim Fernsehen vor und hinter der Kamera. „Ich habe immer versucht, mir selbst treu zu bleiben und das zu tun, was mir mein Bauchgefühl sagte“. Diese Botschaft nahmen die Schüler gerne mit: Erfolg habe man nur, wenn man auf sein Herz höre. Die Meinung von Lehrern und Eltern seien da erstmal nicht so wichtig.
Höhepunkt und krönender Abschluss war schließlich die Aufführung von Uschi Flackes Historical, denn eine Autorin mit so vielen Talenten gibt sich natürlich nicht mit einer einfachen Lesung zufrieden: Sie sang, spielte, schrie ihren Text, gespickt mit Diskussionen historischer Persönlichkeiten und satirischen Kommentaren. „Wir kannten das Buch ja sehr gut, aber so waren die Szenen noch einmal ganz neu für uns. Ihre Singstimme war einfach toll“, staunte Sina-Aline Schmidt nach der Aufführung. Und wirklich waren am Ende auch die hinzugekommenen Eltern der festen Überzeugung: Ein klein wenig versteht sich auch Uschi Flacke auf die Kunst der Zauberei.
vd
vdippel - 28. Jan, 20:34
